Montag, 7. Juni 2010

wieder online


Es hat eine ganze Weile gedauert und ich entschuldige mich, dass dieser post solange auf sich warten ließ. An alle, die es nicht wussten: mein Laptop hatte leider den Geist aufgegeben und ist in die ewigen afrikanischen Jagtgründe eingegangen. Er weilt nun bei der Großen Mutter.
Ich habe jetzt einen neuen Rechner, meine Daten wieder und die Zeit, den Blog zu aktualisieren.
Damit sich niemand Sorgen macht:
Mir geht es gut. Die zweite Malaria hab ich gut überstanden. Mal sehen, ob es wirklich eine war. Ich traue den Tests hier nicht so.
Die Arbeit läuft so mehr oder weniger vor sich hin. Zu meinem Leidwesen eher weniger, auch wenn ich gerade dabei bin, mit meiner ONG zusammen ein Waisenheim in der Nähe von Bassila zu errichten. Nähere Projektinfos werde ich zusammen mit einigen Fotos im Laufe der Woche posten.

Zu den Bildern: Diese Fotos sind entstanden, als ich Nachts auf die Ankunft meines Opas (ja, er war hier) in Cotonou gewartet habe. Ich bin mit Jan, einem Mitfreiwilligen auf sein Dach geklettert und da ich die Kamera grad mithatte, hab ich gedacht, ich versuche mal ein par Aufnahmen der Hauptstadt bei Nacht zu machen. Ich finde, die sind ganz gut geworden.

Dienstag, 20. April 2010

danke...


Danke!
für das wichtigste, nützlichste und überhaupt geilste Geschenk ever.
ich weiß gar nicht, wie ich 8 Monate ohne rosa Wollsocken überleben konnte.


Danke!
Mama für das leckere Essen, die tolle Feier, die Lockation. Eine Kurze Homage an dich, auch wenn du in deinem Leben vermutlich nie ins Internet gehen wirst. Nur dass ich mit dir verheiratet sein soll, müssen wir beide nochmal bereden.
Du bist super!

Et la Fête?


Danke Jungs. Es war ein toller Abend...


Auf zur chilligsten Party des Jahres.
Mellissa, eine Peace-Corps Freiwillige, hat zwar erst am Mittwoch Geburtstag, aber wir haben trotzdem beschlossen, zusammen zu feiern. Der daneben ist einer meiner besten Freunde hier. Moubarack, der Sohn des Herbergsvaters, bei dem ich wohne. Ein witiger Kerl, mit dem jedes Fußballspiel zum Spass wird.

Die Flasche Bénioise, das Heimbier, - ein obligatorischer Tischschmuck, der zudem noch recht gut schmeckt.
Apropos schmecken. Zu Essen gab es Yam-Pilé, Reis, Ziege und Käse. Und die Mama hat sich beim Kochen selbst übertroffen. Es war absolut lecker, auch wenn sie das Ziegenvieh ohne uns geschlachtet hat. Aber Tobi und ich haben beschlossen, dass so nächstes Wochendende eine Ente unserem Blutdurst gereichen muss...^^



SO-BE-BRA!
Tobi, Matthieu und Ich...


Geburtstag feiern in Afrika, unter einem tollen Sternenhimmel und mit wirklich guten Freunden. Das kann nicht jeder von sich behaupten und ich bin sehr froh und dankbar, diesen tollen Abend gehabt zu haben.
Danke an Alle!!!

Mittwoch, 10. Februar 2010

Blicke


Gestern habe ich mich mit einem Mitarbeiter der ONG aufs Motorrad geschwungen und wir sind in mehrere kleine Dörfer im Busch gefahren um mit Frauengruppen Aufklährungsarbeit zu Frauenrechten zu leisten.
In einem Dorf saß diese Mädchen auf der Mauer, so weit wie möglich weg vom gefährlichen Weißen, von denen sie in ihrem leben höchstens eine Hand voll gesehen hat, und doch so nah wie möglich um mich genau zu beobachten.
Ich fand die Augen auf dem Foto unglaublich faszinierend. Eine Mischung aus Angst, Neugier, und Forschheit.

Kinder hier haben, so wich ich finde sowieso einen sehr spannende Art einen Anzusehen. Entweder vollkommen verschüchtert, ja teilweise sogar richtig angstvoll, oder absolut aufgedreht und mit einer frechen Fröhlichkeit, wenn sie auf dich zu rennen...
Diesen Jungen habe ich in dem selben Dorf wie das Mädchen oben fotografiert. Er schaute so nachdenklich, in sich versunken, dass ich mich gefragt habe, was er schon alles gesehen hat. Wie viel mehr Lebenserfahrung ein Kind mit 4 Jahren hat, wenn es hier in Benin aufwächst im Vergleich zu dem behütet herangezogenen Schössling in Westeuropa.

Donnerstag, 28. Januar 2010

ich


Ich habe nun schon mehrmals on verschiedener Stelle gehört, dass es auf meinem Blog zu wenig Bilder von mir gäbe.
Dann werde ich das jetzt mal ändern.
Dieses Bild ist im Schlangentempel in Ouida entstanden. Diese Phytons gelten in der Voodoo-Kultur als heilige Tiere.
Und ein Bild mit einer Würgeschlange gehört auch irgendwie in jede Tropenurlaubsfotokollektion.
Q.E.D

Mittwoch, 6. Januar 2010

Voodoo


Noch einige Urlaubsbilder eines sehr beeindruckenden Erlebnisses.
Wir sind in einer kleinen Barke in ein Dorf gefahren um an einer traditionellen Voodoo-Zeremonie teilzunehmen, die einem Gott gewidmet war, der, wenn ich es richtig b´mitbekommen habe, so gut wie für alles verantwortlich ist. Von Fruchtbarkeit über Gesundheit bis zur Landwirtschaft.
Es ist wirklich schwer, zu beschreiben, was da passiert.
Die Männer und Frauen des des Dorfes und der umliegenden Dörfer sitzen im Kreis um den Festplatz, während Trommler einfach martialisch auf ihre Instrumente einhämmern.

Wer sich berufen fühlt und Lust hat, steht auf und fängt an zu tanzen. Und von Zeit zu Zeit passiert es wirklich dass Tänzer in Trance verfallen, keinerlei Kontrolle, so scheint es, mehr über sich haben und einfach alle bis zur totalen Erschöpfung aus sich rauslassen.
Diese in Trance gefallenen Tänzer werden dann so wie aus dem Bild oben in eine Art Rock gekleidet und mit weißem puder bestreut um sie zu kennzeichen.

Auch gibt es immer Dorfbewohner die aufpassen, dass die in Trance Gefallenen keine Gefahr für die Umstehenden werden.


Dienstag, 5. Januar 2010

stille nacht, heilige nacht....


Nun, da ich glücklich und erholt aus dem Urlaub zurück bin, ist es an der Zeit, einige Urlaubsbilder afrikanischer Winterlandschaften hochzuladen. Ist es nicht ergreifend, die Rentierherden im Schnee laufen zu sehen, weiße Tannen, die sich majestetisch unter der Schneelast beugen...
Man kann nicht alles haben... =)
Es ist ja nicht so, dass wir keine Weihnachtbäume hätten...Die Palme tut es auch. Und wenn man Löffel, Gabeln, Schwämme, t-Shirts und Klopapier dranhängt, ist es fast wie der Weihnachtsbaum.

Es gibt zwar keine Rentiere, dafür das "Meerschwein" was den ganzen Tag am Strand rumgerannt ist...wenn auch weit weniger ergreifend


Auch der Schnee ist eher spärlich gesäht, dafür gab es ne Menge Sand und ein wunderbar verschlafenes Küstenstädtchen, was, wenn man Abend durch die Gassen gegangen ist, aussah, wie frisch aus "Fluch der Karibik" entsprungen. Man hat förmlich auf den Einbeinigen gewartet.

Das war das Stranddomizil, wo man gemütlich im Schatten braten konnte, was wir den gesamten Heiligen Abend auch getan haben.

Nach dem Frühstück aus 7 Mangos. Der Geschmack ist echt umwerfend...

Freitag, 1. Januar 2010

Bonne Année


Ein frohes neues Jahr an alle, die dies hier lesen.
Ich wünsche viel Kraft, Freude, Spass und Lust für das Jahr 2010.
Let's rock!

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Fröhliche Weihnachten


Ich wünsche allen ein fröhliches, besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest.
Ich sitze grad am Strand, höre Bob Marley und frühstücke. Es könnte nicht entspannter sein.
Alles Liebe nach Daheim...

Samstag, 19. Dezember 2009


an den oben hatte meine Katze kein Interesse. Die hatten sich in meinen Hof verirrt und haben den Ausgang nicht mehr gefunden. Also musste ich sie raustragen...
Aber das Vieh darunter hat es erwischt...
ich weiß nicht, was es war...ein Maulwurf, eine Ratte...Whatever...

Es war relativ unlecker das Blut und die Reste von dem Vieh wegmachen zu müssen...Aber es war lustig, wie meine Katze ihn angeschleppt hat...um ihn dann durch meine Stube zu jagen...


Dieses Bild ist echt besonders. Es hat hier seit 20 Jahren nicht mehr im Dezember geregnet. Aber hier beklagt sich darüber niemand. Und auch ich nicht, denn so konnte ich mir etwas Glück und ohne Stativ dieses Mondbild machen. Das wäre ohne Regen nicht möglich gewesen, da die Luft hier sonst so verstaubt ist in der Trockenzeit, dass es auf Dauer manchmal belastend sein kann.

Freitag, 18. Dezember 2009

nach Guiguiso


So sieht es aus, wenn man die große Straße verlässt und in ein Dorf fährt, was ein par Kilometer im Busch liegt.
Ich find die Strecke wunderbar idyllisch.

Mit dem Moped ist es aber ein Risiko. Ich hatte Glück. Mein Reifen ist erst geplatzt, als ich wieder auf der großen Straße war. Dort konnte ich ihn flicken. Wenn es zehn Minuten eher passiert wäre, hätte ich ein Problem gehabt...



So sieht ein Yamm-Feld aus. Große Wurzeln, wie Manioc, die eigendlich aus purer Stärke bestehen und die man wie Kartoffeln isst. Sie wachsen unter diesen Hügeln. Ich habe leider noch nicht herausgefunden, warum die so aufgeschüttet werden.

Diese Familie habe ich beim Waschen überrascht. Sie haben nicht schlecht geguckt, als plötzlich ein weißer auf einem Moped herangerauscht kam.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

auf dem Stoffmarkt


Eines der besten Bilder, die ich bis jetzt hier gemacht habe, wie ich finde.
Wir sind in Cotonou in der prallen MIttagshitze über den Stoffmark gewandert. Lenja hat einen ganz besonderen Stoff gesucht. Irgendwann war sie dann in der Boutike verschwunden. Matthieu und ich haben uns davor gesetzt und Annanas gegessen.
Ich fand es ein tolles Motiv, wie Matthieu zwischen dem Schneider und seinen Kindern sitzt, und das kleine nben ihm, trotz des Lärmes und der Hitze ruhig schläft.
Ein schöner Moment.

Atti


Die Tochter meiner Nachbarin mit dem Mototrad eines Freundes.
Sie hat immer noch ein bisschen Angst vor mir, ist aber unglaublich lustig. Gestern ist sie einfach den Vormittag durch die Nachbarschaft gewandert und kam dann irgendwann wieder.
Ich fand das Motiv sehr schön, wie sie da an dem Moto rumknabbert. Leider hat die Zeit nur für dieses Bild gereicht. Dann hatte sie rausgefunden, dass das Chrom doch nicht so lecker ist.

Tunier



Wärend des Seminars Hatten wir das Glück, dass im Stde de l'amitié ein Fußballtunier einiger Westafrikanischer Länder statt fand. Der Eintritt war frei, also ein Muss, dahin zu gehen. Wir hatten nur ein Zeitproblem, da die Spiele zu sehr unkonventionellen Zeiten angepfiffen wurden (16.00 Uhr zum Beispiel). Also haben wir leider nur ein Spiel verfolgen können.



Und zwar Guinée Bisseau gegen Togo. Das Lustige war, dass Matthieu und ich vorher noch Trikots kaufen waren - mit der festen Überzeugung, dass Togo gegen Burkina Faso spielt. Also habe ich mir ein Tgo-Trikot gekauft und Mat das der Burkinabé. Tja...E war dann ein bisschen fehl am Platz, aber es war trozdem sehr lustig.



Schon ein Bisschen für die WM vorwärmen. Wir sind alles heiß auf das Spiel gegen Ghana...